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Medien über uns: ZDF berichtet über Wohnanlage in Köln-Chorweiler

In einer Reportage unter dem Titel „Deutsch oder fremd?“ berichtet das ZDF unter anderem über die Wohnanlage Florenzer Straße 32 von Sahle Wohnen in Köln-Chorweiler. Der Beitrag wird als TV-Reportage am Freitag, 17. Dezember vom ZDFInfokanal gesendet. In einer (längeren) Online-Version ist er in der Mediathek unter www.heute.de zu sehen.

 

Seit der Veröffentlichung der Streitschrift „Deutschland schafft sich ab“ des früheren Bundesbank-Vorstands Thilo Sarazzin ist die Diskussion darüber, ob die Integration der rund 15 Millionen gegenwärtig in Deutschland lebenden Menschen mit Migrationshintergrund gelungen oder gescheitert ist, neu entbrannt. Parallelgesellschaft oder integriert? In Deutschland gibt es beides. Im öffentlichen Diskurs ist es oft schwierig, die Balance zu finden, das eine vom anderen zu unterscheiden. 15 Prozent der Migranten, so eine Zahl aus dem Innenministerium, seien nicht integrationswillig. Was aber ist mit den verbleibenden 85 Prozent? Immerhin stellen sie ja die überwältigende Mehrheit dar. Wie steht es um deren Integration und Integrationsbereitschaft? Wie ist es, jenseits politischer Diskussionen und Standpunkte, im ganz normalen Alltag um die Integration bestellt? ZDF-Reporter Christoph Hartung wollte sich ein eigenes Bild machen - und fuhr S-Bahn. Die S-Bahn der Linie 11 pendelt durch den Ballungsraum um Düsseldorf und Köln, von Düsseldorf nach Bergisch-Gladbach. „Auf dieser Strecke fährt man so ziemlich durch alle Themen, die in der Integrationsdebatte eine Rolle spielen“, schreibt das ZDF in seiner Programmankündigung. Der Reporter fährt die Strecke, er beobachtet, er steigt aus, wenn ihm etwas auffällt, er schaut sich um, spricht mit den Menschen.

 

Dabei trifft er nicht nur interessante Personen aus allen Generationen, sondern auch auf überraschende Geschichten, Haltungen und Sichtweisen, die das Thema Integration mitunter in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen, als es die gängige Diskussion oftmals zulässt. Eine „deutsche Familien mit ausländischen Wurzeln“ nennt Hartung beispielsweise eine türkischstämmige Familie aus Düsseldorf, bei der er zu Gast ist. Die sechsköpfige Familie erscheint bestens integriert und weiß mit der einmal mehr geführten Integrationsdebatte offensichtlich nicht viel anzufangen. Deutlich wird in dem Beitrag auch, dass manch ein Problem, das gern mit dem Aufeinandertreffen unterschiedlicher Nationalitäten und Kulturen und den sich daraus ergebenden Problemen in Verbindung gebracht wird, häufig ganz andere Ursachen und Hintergründe hat. „Manches, was nach Integrationsproblem aussieht, ist eigentlich ein soziales Problem, bei dem die Herkunft der Menschen gar keine Rolle spielt“, lautet ein Fazit des TV-Journalisten am Ende seiner Reise.

 

In Köln-Chorweiler, seit Jahren als sozialer Brennpunkt und Türkengetto gebrandmarkt, besucht der Reporter unter anderem die Wohnanlage von Sahle Wohnen an der Florenzer Straße. Ein Hochhaus, das zweithöchste im Stadtteil, ein Gigant, 23 Stockwerke hoch. Christoph Hartung begegnet Mietern im Garten des Hauses. Dort haben sie einen "Interkulturellen Kräutergarten" angelegt, der auch von ihnen gepflegt wird. Die Hausbewohner sprechen über ihre Wohnsituation, über das Zusammenleben der Menschen aus 15 Nationen unter einem Dach und geben Einblicke in ihren Alltag. „Hier im Haus ist es wie in einem Dorf“, äußert sich eine der Mieterinnen in dem Bericht. „Das Haus gegenüber bei Sahle ist sauber, macht einen guten Eindruck“, sagt eine Nachbarin. Der Eigentümer achtet auf sein Objekt. Die Mitarbeiter des Unternehmens sind für die Mieter und Kunden da. Eine Anlaufstelle befindet sich nur ein paar Straßen weiter. Erst vor wenigen Jahren wurde bei einer umfangreichen Modernisierung in die technische Ausrüstung und das Erscheinungsbild des Gebäudes investiert. Die soziale Dienstleistungsgesellschaft Parea ist für die Ansprache und Betreuung der Hausbewohner zuständig, unterhält im Erdgeschoss des Hochhauses einen Gemeinschaftsraum. Regelmäßig werden dort Freizeitangebote, Kurse und geselliges Beisammensein für die Mieter angeboten. So wird der richtige Rahmen für ein Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft gesetzt und das hat - keinesfalls zuletzt - auch etwas mit einer Wertschätzung zu tun, die man ihnen entgegenbringt. Funktioniert die Integration? Im Hochhaus an der Florenzer Straße wird dafür auf jeden Fall eine gute Basis geschaffen.

 

Zu sehen ist die rund 15-minütige Reportage „Deutsch oder fremd?“ am kommenden Freitag, 17. Dezember um 01.45 Uhr, 12.30 Uhr und 17.15 Uhr im ZDFInfokanal.

 

Die 25-minütige Langfassung des Beitrags unter dem Titel „Sind Sie integriert?“ mit allen Reiseepisoden des Reporters zeigt das ZDF als Videobeitrag in der Mediathek seines Online-Angebots www.heute.de.

 

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